Risotto – ganz ohne Käse! Ein veganes Rezept im Test

Daniela
Daniela
Hallo mein Name ist Daniela Räber. Auf diesem Blog zeige ich Dir wie Du mit Onlinekursen für Dich und Deine Gäste köstlich kochen lernst - auch vegan. Auch wenn Du - wie ich - kein(e) Veganer(in) bist. Viel Freude auf Deiner Entdeckungsreise wünsche ich Dir! Daniela
veganes Risotto mit Fenchel von chefkoch
Zitronen-Fenchelrisotto vegan von chefkoch

Wir zwei Nicht-Veganer haben am Wochenende ein Testessen gemacht. Ziel war es, herauszufinden, ob ein veganes Fenchelrisotto unseren Ansprüchen gerecht werden kann.

Das Rezept, das ich bei www.chefkoch.de gefunden habe, hat uns tatsächlich voll und ganz überzeugt. Reibkäse ist natürlich nicht erlaubt, dennoch ist es ein cremiger und schmackhafter Genuss.

Mit diesem einfachen und köstlichen Gericht kann man bei veganen Gäste punkten und auch nicht-vegan lebende Menschen beeindrucken. Wetten, die glauben nicht, dass sie vegan essen?

 

Weisses Mandelmus und Hefeflocken als Käseersatz

Als ich mich fragte, welche Alternativen es zu Reibkäse gibt, entdeckte ich zufällig, dass die Autorin Annekii bei www.chefkoch.de,  für ihr Risotte kein veganer Reibekäse, sondern Hefeflocken und weisses Mandelmus verwendet. Darüber bin ich froh, denn meine erste Portion veganer Grillkäse ist mich noch in deutlicher (schlechter!) Erinnerung. Seither scheue ich mich vor jeder Art künstlichem Käseersatz.

Auffällig waren die vielen positiven Kommentare von nicht vegan lebenden Menschen! Das machte mich neugierig.  Im 1. Blogartikel hatte ich ohnehin versprochen, dass ich Hefeflocken ausprobieren werde. So nutzte ich die Gelegenheit, um dem Geheimnis der Hefeflocken auf die Spur zu kommen.

Hier geht’s zum Rezept von Annekii bei chefkoch.de



Bewertung des veganen Rezeptes

In einem Wort: dieses Gericht ist einsteigertauglich. Nichts daran ist kompliziert. Neben den  Gewürzen werden nur rund 10 Zutaten nötig. Auch der Arbeitsprozess ist klar und einfach beschrieben. Wer schon einmal Risotto gekocht hat, wird problemlos zurecht kommen. Ich musste mich nur am Ende etwas konzentrieren, damit ich nicht aus purer Gewohnheit zum Reibkäse im Kühlschrank greife.

 

Ein Rezept für Geniesser

Was mein Testesser (Mann, 51, nicht vegan lebend) zu diesem veganen Hauptgericht sagt, darauf war ich gespannt. Ich selbst war rasch begeistert, schon beim Zubereiten gefiel mir der Duft, der meine Küche mit einer feinen Komposition aus Weisswein, Kapern, Fenchel  und Zitrone erfüllte.
Die frischen Kräuter und Kapern geben dem Risottogericht Pep und Würze.  Die Hefeflocken und das Mandelmus machen es cremig und geben ihm eine besondere, unbekannte, aber angenehme Note. Der Käse fehlt mir kein bisschen.
Als mein Testesser Nachschlag wünscht, freue ich mich. Das Risotto hat den Test bestanden.

Nach einem langen Arbeitstag mit wenig Essenspausen verputzen wir zu zweit fast 4 Portionen plus eine grosse Schüssel Salat.Wir sind beide sehr zufrieden mit diesem veganen Abendessen und meinem Experiment.
„Das machen wir noch zweimal“, sagt mein Testesser „damit wir sicher sind, dass es nicht nur eine Laune des Tages ist, dass wir das mögen“. Ich verstehe schon – das Gericht hat gepunktet und darf ruhig wieder auf dem Menuplan erscheinen 🙂 .

 

Das Einkaufen ist nicht kompliziert

Fenchel, Risotto, Kapern und Zwiebel zu kaufen ist kein Problem. Nur für das Mandelmus und die Hefeflocken gehe ich in den Bioladen. Vielleicht könnte man diesen vegan Einkauf auch in einem grossen Supermarkt erledigen. In Bern werde ich nicht fündig.

Mandelmus kennen wir Normal-Esser nicht, doch aus Videos weiss ich, woraus es gemacht wird: aus Mandeln und sonst gar nichts. Mandeln kenne ich. Diese Zutat hat nix Fremdes oder Eigenartiges, nur die Verwendung von Mandelmus ist mir unbekannt. Die Hürde ist also klein. Ideal für Einsteiger.

Die Hefeflocken hingegen betrachte ich mit kritischem Blick. Sie sollen nahrhaft, vitaminreich und würzig sein – klingt vernünftig, wenn man bedenkt, dass sie den geriebenen Parmesan oder Greyerzer ersetzen sollen.

Im Bioladen gibt es zwei Sorten, eine auf Getreidebasis und eine Hefebasis. Auf meine Frage, was besser ist, reagiert die Verkäuferin ratlos. Ihre Kollegin kennt die Hefeflocken und sagt mir, das sei wirklich etwas Gutes. Aber auch sie kann mir nicht sagen, welche Sorte besser ist.
Zufällig habe ich bei meiner Freundin, die Ernährungsberaterin und Geniesserin ist, die eine Sorte Hefeflocken im Schrank stehen sehen, also wähle ich diese.

Dieser Aufwand hält sich in Grenzen, vor allem wenn man bedenkt, dass das einmal gekaufte weisse Mandelmus und die Hefeflocken für lange Zeit (oder für einen sehr grossen Risottotopf für die ganze Familie inkl. Verwandtschaft) reichen.



Fazit: veganes Risotto ist ein Genuss

Dieses Rezept ist ein tolles Hauptgericht, das VeganerInnen, ebenso wie alle anderen Gäste überzeugen wird. Wer nicht sicher ist, ob der Fenchel beim Gast beliebt ist, kann auf ein anderes Gemüse, wie zum Beispiel Broccoli und/oder Lauch ausweichen.

Nach diesem Erfolg habe ich in meiner Testküche ein Rezept für Käsesauce gesucht. Wie das war erfährst Du in einem der nächsten Blogbeiträge.

 

zum veganen Online-Kochkurs

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